Osteoporose bei jungen menschen übertragbar

Mehrere Studien großer Pharmafirmen an Patientinnen zu solchen Wirkstoffen laufen bereits. Wirkstoffe, die am Signalstoff Sclerostin ansetzen, werden erforscht. Der Signalstoff Sclerostin gilt als vielversprechender Ansatzpunkt für neue Therapien gegen Osteoporose.Bei den anschließenden Testreihen mit Mäusen folgte die Überraschung: Wurde über einen Wirkstoff das Sclerostin blockiert, verstärkte sich der Knochenverlust, schreiben die Forscher im Fachjournal "Science Translational Medicine".Sclerostin ist ein hauptsächlich in den Knochen gebildetes Protein.Mit einer Blockierung dieses Signalstoffes sollte sich die Zerstörung der Knochen bei rheumatischer Arthritis womöglich stoppen lassen, schlussfolgerten sie.Etwa ein Prozent der Bevölkerung seien betroffen, sagt Pap.Forscher haben nun bei einer Untersuchung an Mäusen einen überraschenden Nebeneffekt ausgemacht: Die Substanzen können eine bestehende rheumatische Arthritis erheblich verstärken, berichten sie.Bei Mäusen, deren Arthritis nicht von TNF-alpha beeinflusst wird, hatten das Sclerostin blockierende Substanzen demnach kaum einen Effekt oder verbesserten die Symptome sogar."Der Effekt lässt sich relativ streng an diesem einen Entzündungsfaktor festmachen." Dies müsse nun abgeklärt werden – mit neuen Studien und anhand der bereits gewonnenen Patientendaten.Für Patienten mit dieser Krankheit sei eine auf Sclerostin abzielende Behandlung daher wahrscheinlich nicht zu empfehlen.

"Das ist eine große Frage, die sich nun stellt." Gerade ältere Menschen litten vermehrt unter chronischen Entzündungen, gibt er zu bedenken.Daraus lasse sich ableiten, dass vermutlich generell nur solche Entzündungsreaktionen betroffen sind, bei denen TNF-alpha eine Rolle spielt, erklärt Pap.Dies galt für Tiere mit sogenannter TNF-alpha-getriebener Arthritis. Es spielt bei Entzündungsprozessen eine große Rolle und fördert den Knochenabbau bei rheumatischer Arthritis.Eine nun zu klärende Frage sei zudem, ob Sclerostin blockierende Wirkstoffe immer kontraproduktiv sein könnten, wenn es irgendwo im Körper eine Entzündung gibt, erläutert Studienautor Thomas Pap vom Universitätsklinikum Münster.In der Gelenkinnenhaut solcher Patienten fanden die Forscher größere Mengen an Sclerostin als bei solchen mit einer anderen, nichtentzündlichen Form von Arthritis.


Datum: 14.03.2013 | Sichtbarmachung: 7625

Ahnliche Beitrage